Rauchmelder und Brandmelder – Tipps & Tricks

Rauchwarnmelder, auch Rauchmelder genannt, sind unverzichtbar in jedem Haushalt und Gebäude. Die meisten Opfer eines Brandes erwischt es nachts im eigenen Haus.

Dabei ist das Gefährlichste der Rauch, der in sehr vielen Fällen zu einer Rauchvergiftung und damit auch häufig zum Tod führt. Rauchwarnmelder als geringe Investition erhöhen die Sicherheit beträchtlich.

Brände gibt es täglich – die Todesursache der meisten Unglücke ist allerdings eine Rauchvergiftung, die je nach Intensität innerhalb von wenigen Minuten tödlich sein kann. Das Problem ist, dass der Brand in den meisten Fällen während des Schlafens entsteht und das nahende Unglück daher nicht bemerkt wird. Aus diesem Grund stellen Rauchmelder den optimalen Schutz dar.

Was ist ein Rauchmelder?

Rauchmelder warnen Sie bei einem Brandfall mit einem lauten Signalton und geben den Bewohnern dadurch genügend Zeit, um das Haus zu verlassen. Vor allem nachts, wenn alle schlafen, gibt es kaum eine Möglichkeit, den Rauch zu bemerken.

Der hohe Kohlenmonoxid-Anteil im Rauch führt zur Bewusstlosigkeit, die Folge ist der Erstickungstod. Das Thema Brand ist nicht zu vernachlässigen – schon ein kleiner Elektro-Defekt reicht aus, um einen Feuer auszulösen. Das ist besonders verheerend, wenn es nachts passiert. Gute Rauchmelder müssen nicht teuer sein, und im Endeffekt entscheiden Sie selbst, was Ihnen Ihre Familie und Ihr eigenes Leben wert sind.

Die modernen optischen Rauchmelder arbeiten nach dem Streulichtverfahren. Sobald sich Rauchpartikel in der Luft befinden, schlägt das Gerät Alarm. Dazu sendet ein LED im Rauchmelder einen Lichtstrahl in die Rauchpartikel. Das gestreute Licht wird von einem Sensor empfangen, und der Rauchmelder wird aktiv. Optische Rauchmelder gehören zu den gängigsten Rauchmeldern, Sie werden bevorzugt in gefährdeten Räumen von Privathäusern und Wohnungen eingesetzt.

Was ist ein Brandmelder / Feuermelder?

Ein Brandmelder unterscheidet sich von einem Rauchmelder dahingehend, dass er bei Feuer und nicht bei Rauch auslöst. Dazu erfasst er mit seinen Sensoren die Emissionen einer Flamme. Dabei wird von Ultraviolett bis Infrarot gemessen – wenn eine dieser Strahlungen vorhanden ist, löst der Brandmelder den Alarm aus.

Da Brandmelder auf Rauch nicht reagieren, werden sie vor allem in Arbeitsbereichen eingesetzt, in denen es betriebsbedingt zu Rauchentwicklungen kommt. Bei Rauchmeldern wären hier ständige Fehlalarme vorprogrammiert.

Was ist ein Brandgasmelder?

Ein sogenannter Brandgasmelder unterscheidet sich wiederum von den beiden zuvor beschriebenen Geräten. Er erhält seine Reize, die den Alarm auslösen, durch die konstante Messung der Verbrennungsgase (zum Beispiel Kohlenstoffmonoxid) in der Luft. Hierbei liegt der große Vorteil darin, dass Brandgasmelder auch in besonders warmen und staubigen Räumen einsetzbar sind, in denen andere Versionen von Rauchwarnmeldern oft versagen. Für den normalen Haushalt sind allerdings auch die beschriebenen optischen Rauchmelder ausreichend.

Was passiert beim Auslösen

Bei Auslösung des Alarms ertönt ein penetranter Ton, der in kurzen Abständen erklingt und Sie so aus dem Schlaf reißt bzw. Sie in den betroffenen Raum ruft oder aber die Nachbarn warnt. Der Rauchwarnmelder wird mit Batterien betrieben, die rechtzeitig, meistens mit ca. 30 Tagen Vorlaufzeit, einen Warnton abgeben, damit Sie diese zeitnah auswechseln können.

Rauchmelder im Haus installieren

Empfehlenswert ist es, in jedem Raum Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung einen Rauchwarnmelder anzubringen. Insbesondere bei Häusern, in denen zum Bau viel Holz oder gar ein Strohdach verwendet wurde, ist dies unerlässlich. Da die Rauchwarnmelder Gerätschaften sind, die durch Batterien betrieben werden, lassen sie sich sehr unauffällig überall anbringen.

Dies erfolgt meistens durch Schrauben oder Dübel, um die optimale Fixierung zu garantieren. Die Decke eines Raumes ist der beste Anbringungsort, da warme Luft und Rauch bekanntlich nach oben ziehen und so am schnellsten Alarm geschlagen werden kann. Außerdem sollten Sie einen Ort wählen, den sie bei einem eventuellen Fehlalarm oder für das gelegentlich notwendige Auswechseln der Batterien gut mit einer Leiter erreichen können.

Laut der DIN-Anwendungsnorm sollten Rauchwarnmelder in Schlafzimmern, Kinderzimmern und dem Flur als Fluchtweg angebracht werden. Allerdings ist es optimal für Ihre Sicherheit, etwas mehr zu investieren und in jedem Raum einen Rauchmelder anzubringen. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus mit Gemeinschaftstreppenhaus wohnen, ist es angebracht, mit dem Vermieter über das Anbringen von Rauchmeldern im Treppenhaus zu sprechen.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Damit Sie keine böse Überraschung erleben, ist vom Kauf von billigen Rauchmeldern aus Fernost abzuraten. Ein ordentlicher Rauchmelder sollte unbedingt ein VdS Prüfzeichen besitzen, wie z. B. die Geräte von Signalelectronic. Rauchmelder mit dem VdS Zeichen sind auf alle Funktionen geprüft und lösen auch bei Lichteinfall keinen Fehlalarm aus. Der zu erwerbenden Rauchmelder sollte zudem nach DIN 14604 geprüft sein, den entsprechenden Hinweis finden Sie auf der Verpackung.

Gibt es eine Rauchmelderpflicht in Deutschland?

Inzwischen ist es in jedem Bundesland die Pflicht des Eigentümers bzw. Vermieters, Rauchmelder zu installieren. Wer ein Eigenheim besitzt und keine Rauchmelder anbringt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die je nach Bundesland mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

Fazit

Rauchwarnmelder sind nicht teuer und müssen in jedem Haushalt angebracht sein – so sagt es auch das Gesetz. Schließlich sind die kleinen Geräte Lebensretter! Achten sie darauf, dass diese stets einsatzfähig und gut gewartet sind.


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