Infrarotkameras

Die Infrarotkamera wird auch als Wärmebildkamera, Wärmebildgerät oder auch FLIR (Forward Looking Infrared) bezeichnet. Dank der Infrarotkamera werden klare Bilder auch in der Nacht gemacht. Im Vergleich zur normalen Kamera, empfängt die Infrarotkamera Infrarotstrahlungen. Sie erkennt keine Temperaturen, sondern zeichnet nur die Intensität der Strahlungen im Infrarotbereich auf. Solche Strahlungen, die im elektromagnetischen Spektrum wie bei der Infrarotkamera sind, sind fürs menschliche Auge natürlich unsichtbar. Das menschliche Auge kann Strahlungen im Bereich zwischen 0,4-0,7 nM wahrnehmen, doch der Wellenlängenbereich der Infrarotstrahlung reicht von 0,9 bis 14 nM. Die Infrarotkamera wandelt diese Strahlungen dann ins Bild um. Die Bilder werden in Graustufen dargestellt, wobei einige Modelle bis zu 256 Graustufen darstellen können.

Vielseitige Anwendungsbereiche der Infrarotkamera

Der Anwendungsbereich von Infrarotkameras ist sehr breit. Sie werden für Prüfungen oder Kontrollen verschiedener Produkte benutzt. In der Industrie werden sie unter anderem im Bereich der Versorgung, Fertigung, Thermografie und Elektrofachfirmen angewendet. Im Bereich des Baus haben Infrarotkameras ebenfalls häufig ihren Platz. Mit ihnen wird die Energieeffizienz errechnet, luftdurchlässige Stellen werden ermittelt und verschiedene andere Inspektionen gemacht. Im Grenzschutz und bei Überwachungen der Küsten sind Infrarotkameras wahre Helden. Sie können in einer Entfernung von ca. 20 km Gegenstände menschlicher Größe erkennen.
Die Infrarotkamera ist auch in der Wissenschaft unverzichtbar geworden. Sie wird bei medizinischen Forschungen benutzt, bei Biowissenschaften, bei schnellen Bewegungsabläufen, beim Mikroskopieren und in verschiedenen Temperaturbereichen. Auch beim Transport spielt die Infrarotkamera eine große Rolle. Sie hilft den Fahrern in der Dunkelheit, bei Regen, Nebel und Schnee deutlich weiter zu sehen. Damit wird automatisch die Unfallgefahr reduziert. Die Wärmebildkamera ist bei der Automatisierung und industriellen Sicherheitslösungen einsetzbar. Sie ist eine gute Hilfe bei automatisierten Kontrollen, bei verschiedenen Prozessüberwachungen, aber auch bei der Brandvermeidung und Bekämpfung. Jäger nutzen die Infrarotkamera bei der Verfolgung und Jagd. Tierärzte nutzen sie bei der Diagnose von Hautkrankheiten oder Entzündungen.

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Wichtige Kriterien beim Kauf einer Infrarotkamera

Beim Kauf einer Infrarotkamera sollte man auf folgende Hinweise achten:

  • Detektorauflösung: Mit einer besseren Detektorauflösung lassen sich schärfere Bilder in größeren Entfernungen machen. Der Preis einer Infrarotkamera hängt stark von der Sensor-Auflösung ab.
  • Eine Infrarotkamera mit integrierter Tageslichtkamera und Laserpointer wählen.
  • Wählen Sie eine Kamera, die nutzbare und genaue Daten wiedergibt.
  • Wählen Sie eine Kamera, die standardisierte Dateiformate unterstützt.
  • IR-Kamera sollte sich per Bluetooth mir anderen Messgeräten verbinden können.
  • Die Infrarotkamera sollte den Schritt der Technologie halten und beispielsweise über Wi-Fi Möglichkeit verfügen.
  • Auf das Gewicht achten: Wenn die IR-Kamera täglich benutzt wird, ist ein kleineres Gewicht deutlich vorteilhafter.
  • Wählen Sie eine IR-Kamera, die einen weiten Temperaturbereich hat. Je nachdem wofür die IR-Kamera benutzt wird, gibt es auch im Temperaturbereich Unterschiede. Einen geringeren Temperaturbereich braucht man bei der Medizin und Sporttechnik, Tierbeobachtungen oder bei Untersuchungen schadhafter Dämmungen. Im Militärbereich, Maschinenbau, Elektrik oder Heizungsbau werden höhere Temperaturbereiche benötigt.
  • Nur bei solchen Anbietern kaufen, die langfristig Garantie auf das Produkt bieten.
  • Auf das Preis- Leistungsverhältnis und Kundenrezensionen achten.

Immer verbunden – per Smartphone

Möchten Sie mit der Infrarotkamera Ihre Wohnung bewachen und schützen, während Sie etwa im Urlaub sind, so können Sie über eine entsprechende App oder per E-Mail benachrichtigt werden, sollte die IR-Kamera in der Nacht Bewegungen im bewachten Bereich aufzeichnen.
Es gibt auch sogenannte IR-Kamera Aufsätze für Smartphones. Diese können für unter 500 Euro gekauft werden. Diese Aufsätze sind vor allem für Anfänger und Einsteiger geeignet. Für geringe Kosten besorgt man sich eine qualitative Ausrüstung. Die meisten Aufsätze arbeiten in einem Temperaturbereich von -40C bis 330°C. Die Technologie der Aufsätze ist Vanadium Oxide Microbolometer oder FLiR Lepton®.
Die Auflösung variiert zwischen 206×156 Pixel bei den hochwertigen Modellen oder bis 80×60 Pixel bei den etwas schwächeren Aufsätzen. Alle werden über den Micro-USB-Anschluss angeschlossen. Beim Fokus werden Fix-Fokus und einstellbarer Fokus angeboten. Der Wellenlängenbereich liegt bei 7,2 nm bis 13 nm. Einige Aufsätze sind spritzwasserfest. Das Gewicht liegt ca. bei den meisten Aufsätzen um die 14 g. Einsteiger können Wärmebildkameras schon unter 1000 Euro finden. Diese sind leistungsfähig und können auch im beruflichen Bereich Verwendung finden.

Fazit

Bei den professionellen Einsätzen von Wärmebildkameras, liegen die Preise zwischen 1500 und 2000 Euro, während für den privaten Bereich bereits ab 300 Euro funktionstüchtige Modelle erhältlich sind. Im Vergleich zu IR-Kameras für Einsteiger, haben die professionellen Lösungen je nach Modell eine Bild in Bild Option, automatische Hot Cold Spot Erkennung oder einen zentralen Messpunkt.

Letzte Aktualisierung am 31.07.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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